03. Juni 2026

Wie lebt es sich auf einer Alp? Und welche Wirkung hat Musik auf den Körper? In dieser Serie stellen wir insgesamt sechs Vertiefungsarbeiten unserer Lernenden vor. Die letzten beiden VA spielen in der Höhe und in der Klangwelt.

#5 Hirtenleben - damals und heute
Nicole Wildi (l.) Jasmin Niklaus erhalten einen Einblick in das Hirtenleben. Bild: Jasmin Niklaus
Nicole Wildi (l.) Jasmin Niklaus erhalten einen Einblick in das Hirtenleben. Bild: Jasmin Niklaus

Weshalb gewinnt das Leben auf der Alp bei jungen Menschen wieder an Bedeutung? Und welche Rolle spielen Herdenschutzhunde im Alltag? Diesen Fragen gingen Jasmin Niklaus und Nicole Wildi aus der Klasse TPA 23B in ihrer VA nach. Nebst der klassischen Recherche verbrachten sie einen Tag auf der Alp und erlebten das Hirtenleben mit Schafen und Herdenschutzhunden hautnah.

 

Warum sollte man Ihre Arbeit lesen?

Jasmin: Es ist ein aussergewöhnliches Thema, das nicht sehr bekannt ist und vermutlich nicht von vielen gewählt würde. Viele denken wahrscheinlich, dass das Hirtenleben früher wichtig war, heute aber keine grosse Rolle mehr spielt. Das stimmt jedoch nicht.

 

Ihre VA in drei Worten?

Beide: Abenteuer, anstrengend, aussergewöhnlich.

 

Welche Erkenntnis aus Ihrer VA hat Sie besonders überrascht?

Jasmin: Dass das Hirtenleben wieder mehr an Bedeutung gewinnt. Viele junge Menschen interessieren sich dafür, weil sie eine Auszeit suchen oder etwas ganz anderes erleben möchten und sich dieser Herausforderung stellen wollen.

 Nicole: Ich habe gemerkt, dass mir das Schreiben dieser VA deutlich mehr Spass gemacht hat als die Übungsvertiefungsarbeit (ÜVA) im zweiten Lehrjahr. Das Thema hat mich viel mehr interessiert, weshalb mir das Schreiben trotz des grösseren Umfangs leichter fiel.

 

Was würden Sie rückblickend wieder genauso machen?

Jasmin: Bei der ÜVA haben wir ein Interview geführt, bei der VA hingegen einen Erlebnisbericht geschrieben. Das hat mir deutlich besser gefallen. Man konnte viel ausführlicher schreiben und war viel näher am Thema als bei einem reinen Interview.

 

Was war der beste Moment während Ihrer VA?

Jasmin: Ganz klar unser Besuch auf der Alp. Es war ein spannender und erlebnisreicher Tag, den wir dort verbringen durften.

 Nicole: Für mich war es ebenfalls der Tag auf der Alp. Besonders toll fand ich, dass wir über diese Erfahrung einen Erlebnisbericht schreiben konnten, anstatt nur ein Interview zu führen.

 
Worauf sind Sie besonders stolz?

Jasmin: Ich bin stolz darauf, dass wir eine so gute Note erhalten haben, denn damit hätte ich nicht gerechnet. Ausserdem hatten wir ein einzigartiges Erlebnis auf der Alp, an das wir noch lange gerne zurückdenken werden.

 Nicole: Mir hat besonders die Präsentation gefallen. Ich fand es schön, dass wir der Klasse zeigen konnten, was wir gemacht und erlebt haben.

 

Zum Schluss wollten wir von den beiden Interviewten wissen, ob Sie Lernenden etwas mitgeben können, welche die VA noch vor sich haben.

Beide: Wählt ein Thema, das euch wirklich interessiert und über das ihr gerne mehr herausfinden möchtet. Das Schreiben fällt viel leichter, wenn einem das Thema gefällt.


Bei einem Besuch auf der Alp im freiburgischen Grandvillard konnten Jasmin und Nicole das heutige Hirtenleben entdecken. Gemeinsam mit einem Hirten, seinen Treibhunden und rund 900 Schafen erhielten sie spannende Einblicke in den Alltag auf der Alp sowie in die wichtige Arbeit von Herdenschutzhunden. 
 

Autor: Benjamin Buri


#6 Die Wirkung von Musik auf den Körper
Sie schauen mit Erleichterung auf eine «ziemlich coole Zeit» zurück: Fiona Rihs (l.) und Noemi Suter. Bild: Julian Zahnd
Sie schauen mit Erleichterung auf eine «ziemlich coole Zeit» zurück: Fiona Rihs (l.) und Noemi Suter. Bild: Julian Zahnd

Musik ist nicht nur Unterhaltung, sondern auch Heilmittel. Fiona Rihs und Noemi Suter aus der Klasse MPA 23A wollten in ihrer VA genauer herausfinden, welche Wirkung Klänge auf unsere Psyche und den Körper haben. Die Ergebnisse haben sie überrascht.

 

Warum sollte man Ihre Arbeit lesen?

Fiona: Weil man eine Alternative zu herkömmlichen Medikamenten kennenlernt, die natürlich und günstig ist.
 

Wie kamen Sie darauf, die Wirkung von Musik auf Psyche und Körper zu untersuchen?

Beide: Wir suchten nach etwas, das wir beide mögen und bei dem wir etwas dazulernen konnten. Da Noemi ein Instrument spielt und wir beide viel Musik hören, kamen wir schliesslich auf die Idee, ihren Einfluss auf den Menschen zu untersuchen.
 

Und was war Ihre überraschendste Erkenntnis?

Fiona: Dass Musik ganz allgemein so viel bewirken und Medikamente teilweise sogar ersetzen kann. Musik hilft beispielsweise Stress zu reduzieren oder kann die Zeit der Schwangerschaft positiv beeinflussen. Mit Musik spart man Chemie und Geld.
 

Was war der beste Moment während der Arbeit?

Noemi: Wir mochten das selbstständige Arbeiten, die Freiheit, sich die Zeit individuell einteilen zu können. Als wir realisierten, dass unser Zeitplan am Ende aufgehen würde, war die Arbeit eine ziemlich entspannte Sache.
Fiona: Der Moment, als wir die Präsentation durchhatten, denn zuvor war ich ziemlich nervös.
 

Was war der schwierigste Moment?

Noemi: Eine Interviewpartnerin zu finden. Wir waren zu spät dran und kamen daher etwas in Zeitnot. Am Ende fanden wir aber eine Musiktherapeutin aus dem Inselspital, die wir interviewen konnten.
 

Wie nutzten Sie während der Arbeit die KI?

Fiona: Die KI zeigte uns, in welchen Themenbereichen es genügend Stoff zum Recherchieren gibt. So konnten wir einfacher festlegen, worauf wir uns konzentrieren sollten. Die KI half uns auch, den Fragekatalog fürs Interview zu erweitern und wir nutzten sie am Schluss für die Rechtschreibeprüfung.


Noch zum Schluss: Welchen Tipp geben Sie Lernenden, die ihre VA noch vor sich haben?

Beide: Die VA ist nicht so schlimm, wie man denkt. Wählt ein Thema, das euch wirklich interessiert und erstellt euch einen realistischen Zeitplan, Ihr habt dann eine ziemlich coole Zeit.

Autor: Julian Zahnd

In drei Teilen stellten wir insgesamt sechs Vertiefungsarbeiten von Lernenden vor, deren Qualität und Originalität uns überzeugten. Mit diesem Beitrag endet diese Serie. Wir hoffen, Ihnen einen kurzweiligen Einblick in diesen bedeutenden Teil des QV gegeben und insbesondere Lernende inspiriert zu haben, die ihre VA schon bald in Angriff nehmen.

Für Sie da.
be-med: Berner Berufsfachschule für medizinische Assistenzberufe AG
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