Blutproben mikroskopisch untersuchen, Tierpfoten einbinden, ph-Werte messen: Gewisse Tätigkeiten medizinischer Assistenzberufe kann man nicht am Bildschirm erkunden. „An der Berufs- und Ausbildungsmesse Bern (BAM) bieten wir Jugendlichen die Gelegenheit, unsere Berufe zu erleben. Sie können selbst Hand anlegen und erhalten dadurch ein plastisches Bild ihres Berufswunsches“, sagt Nadja Fankhauser. Die Verantwortliche für die Marketingkommunikation organisiert seit 2019 im Auftrag von VMA / OdA den Stand für die DA, MPA und TPA.
Kürzere Dauer – grössere Nachfrage
Die Berufs- und Ausbildungsmesse umfasste in diesem Jahr 100 Stände mit insgesamt 300 Berufen. Der Event war ausverkauft: 17‘000 Jugendliche, Eltern und Lehrkräfte strömten zwischen dem 21. und 24. August aufs Bernexpo-Gelände. Zwar dauerte die Messe heuer einen Tag weniger als üblich, das Interesse an den medizinischen Assistenzberufen hingegen stieg: So wurden trotz kürzerer Dauer über ein Viertel mehr Flyer und Give-Aways an Besuchende abgegeben.

Videos von Lernenden für Lernende
Nadja Fankhauser und ihr Team haben daher intensive Tage hinter sich. Jeweils eine Lehrperson und drei Lernende im dritten Lehrjahr oder frisch Ausgelernte arbeiteten im Schichtwechsel vor Ort, klärten konkrete Fragen, erzählten von ihren Erfahrungen, gaben ihrem Beruf ein Gesicht. Zudem präsentierte man sich auch in bewegten Bildern: So konnten sich Interessierte bei jedem Beruf die neu produzierten Berufsportraits anschauen. Diese waren diesen Sommer von Lernenden des Projekts nextgen der Firma Stämpfli produziert worden - Kurzfilme von Lernenden für Lernende also. „Der moderne Anstrich und der attraktive Standort auf dem Messegelände werteten unseren Auftritt insgesamt auf und trugen vermutlich zum gesteigerten Interesse bei“, sagt Nadja Fankhauser.
Autor: Julian Zahnd